Fragen und Antworten

Warum kann das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (SVSA) nicht an seinem heutigen Standort bleiben?

Das Gebäude des Verkehrsprüfzentrums am Schermenweg 9 in Bern ist in einem schlechten Zustand. Für einen langfristigen Weiterbetrieb wären unverhältnismässig hohe Investitionen nötig. Zudem ist eine Sanierung bei gleichzeitigem Weiterführen des Betriebs nicht möglich. Die Verlegung des SVSA in einen neuen, modernen Bau an einem anderen Standort ist die insgesamt beste und wirtschaftlichste Lösung.

Welche Gründe sprachen dafür, das SVSA nach Münchenbuchsee zu verlegen?

Der Kanton hat in einem breiten Standortevaluationsprozess verschiedene Standorte in der Region Bern geprüft. Die Kriterien: Verfügbarkeit, Grösse, Autobahnanschluss und eine gute Erschliessung des Areals. Die Wahl fiel schliesslich auf die Buechlimatt in Münchenbuchsee. Das Areal liegt am Ortsrand in einer Gewerbezone, ist genügend gross und befindet sich nahe an der Autobahnausfahrt Münchenbuchsee.

Hat der Kanton der Gemeinde das Land abgekauft?

Nein. Das Grundstück in der Buechlimatt, wo das neue SVSA gebaut werden soll, gehört je ungefähr zur Hälfte der Gemeinde Münchenbuchsee und der Burgergemeinde Münchenbuchsee. Daran ändert sich nichts. Der Kanton hat sich auf dem Areal aber ein Baurecht von 80 Jahren erworben und bezahlt dafür beiden Grundstücksbesitzern einen Baurechtszins von insgesamt rund CHF 200'000.– pro Jahr. Der Anteil der Gemeinde beträgt jährlich CHF 115'000.–.

Wie viel werden der Neubau und die nötigen Anpassungen an den Strassen insgesamt kosten?

Gemäss Grobkostenschätzung des Kantons ist mit Investitionskosten von rund CHF 110 Mio. zu rechnen.

Wird das ganze SVSA des Kantons Bern nach Münchenbuchsee umziehen?

Nein. Das SVSA des Kantons Bern ist in 4 Regionen mit je einem Verkehrsprüfzentrum aufgeteilt: Bern und Ostermundigen (Region Bern), Thun (Region Berner Oberland), Orpund (Region See-land/Berner Jura) und Bützberg (Region Oberaargau/Emmental). Nach Münchenbuchsee wird nur der Standort Bern/Ostermundigen mit seinem Einzugsgebiet (Region Bern) verlegt, inklusive dem Hauptsitz des Amtes, der sich ebenfalls in Bern befindet. Insgesamt werden rund 275 Mitarbeitende von Bern nach Münchenbuchsee umziehen.

Wie viel zusätzlichen Verkehr wird das SVSA Münchenbuchsee bringen?

An einem normalen Tag besuchen rund 800 Personen das SVSA. Nicht alle reisen mit dem Auto an. Kunden, die zur Theorieprüfung oder zur medizinischen Kontrolle kommen, benutzen in der Regel den öffentlichen Verkehr. Von den Mitarbeitenden wird schätzungsweise die Hälfte mit dem Auto zur Arbeit kommen. Insgesamt werden an einem normalen Arbeitstag rund 850 Fahrzeuge zum SVSA und von diesem weg fahren. Rund 90% davon werden nicht durchs Dorf, sondern via Autobahn zur «Buechlimatt» gelangen.

Was macht der Kanton, damit das SVSA nicht zu zusätzlichen Staus führt?

Dem Kanton ist es ein grosses Anliegen, den zusätzlichen Verkehr mit entsprechenden Massnahmen abzufedern. Denkbar sind beispielsweise Lichtsignale oder der Ausbau bestehender Kreuzungen und Zufahrtsstrassen – zum Beispiel im Bereich der Autobahnausfahrt, des Kreisels Büren-/Bielstrasse oder bei der Zufahrt zur Buechlimatt. Ein entsprechendes Verkehrskonzept, welches auch die Planungen im Rahmen des Projekts Verkehrsmanagement Bern Nord berücksichtigt, ist gegenwärtig in Arbeit.